Lebensdauer der SD Karte erhöhen

SD KarteDu betreibst deine eigene Hausautomatisierung zum Beispiel mit Fhem, wunderst dich vielleicht warum deinen SD Karte zu schnell den Geist aufgibt? Dann habe ich vielleicht hier für dich die passende Lösung. SD Karten sind an sich nicht dafür ausgelegt, das non Stop auf Sie gelesen und geschrieben wird. Daher solltest du unnötiges schreiben auf der SD Karte vermeiden. Der Killer hier als Beispiel genannt, sind die Fhem logs.

Die Fhem Logs sind in meinen Augen der Killer schlecht hin. Denn dort wird jede Temperatur Messung, oder jeder Ping geloggt. Das bringt die SD Karte sehr schnell ans Ende Ihrer Lebensdauer. Hier würde ich sagen, optimiert man das System. Ich zeige dir nen Trick wie du deine SD Karte länger am Leben hälst.

Optimierung der SD Karte

Als erstes solltest du den SWAP, also die Auslagerungsdatei vom Arbeitsspeicher auf dem Raspberry Pi runterschrauben. Gebe dazu nun folgende Befehle nacheinander ein.
sudo dphys-swapfile , swapoff sudo dphys-swapfile uninstall , sudo update-rc.d dphys-swapfile remove

So nachdem das erledigt ist, verlegen wir die Verzeichnisse /var/run und /var/log in den Arbeitsspeicher. Dazu editieren wir die Datei mit dem Editor Nano, falls du Nano nicht installiert hast, gebe vorher sudo apt-get install nano ein. Danach einfach sudo nano /etc/fstab und es öffnet sich die Datei.

Als nächstes springen wir ans Ende der Datei und fügen in der letzten Zeile:

  • none /var/run tmpfs size=5M,noatime 00
  • none /var/log tmpfs size=5M,noatime 00

Mit strg+x speichern wir die Datei ab. Nun sollte der SWAP Speicher bei 5M liegen. Dies kannst du kontrollieren, indem du htop in die Konsole eingibst. Oben unter deinem Arbeitsspeicher wird der SWAP Speicher angezeigt.

Mit diesem kleinen Trick, sollte deine SD Karte länger am Leben bleiben. Auch ohne das Verlagern der Logs und dem minimieren des SWAPs speichern, kann deine SD Karte lange halten! Falls du eine Zuverlässige SD Karte suchst, findest du hier unten welche, die ich selber schon über Monate verwende und bis dato keine Probleme hatte.

 

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Raspberry Pi sicherer machen

Raspberry Pi sicherer machenNachdem wir unsere Grundinstallation durchgeführt haben, geht es nun darum deinen Raspberry Pi sicherer machen zu wollen. Weshalb sollte ich Ihn sicherer machen? Lass mich dir einige Punkte zeigen.

  • Die Leistung des Pi reicht aus um Operationen wie Data Mining zu betreiben, oder das knacken von Passwörtern. Klingt am Anfang unglaubwürdig, aber wenn man Sie in einem Cluster laufen lässt sprich wenn mehrere Pi´s gehackt wurden, dann bringt der Zwerg schon eine erstaunliche Leistung.
  • Er lässt sich auch gut als Mittelsmann einsetzen, denn über Ihn könnten Hacker auf andere Host zugreifen, oder aber Ihre Angriffe verwischen
  • Auch als Einstieg ins private Netzwerk kann vorkommen, womit die Konfiguration von Router oder Firewall manipuliert werden können
  • Ist der Raspberry Pi gehackt kann er auch über die GPIOS verfügen und so die angeschlossen Hardware zerstören

Das alles soll dich aber nicht davon abhalten, den Raspberry Pi im Einsatz zu haben. Man muss Ihn halt nur für andere absichern. Fangen wir nun auch direkt an unseren Raspberry sicherer zu machen.

Passwort Change vom Pi User

Als erstes Verbinden wir uns mittels Putty oder Terminal zu unserem Pi. Nachdem wir eingeloggt sind, geben wir in die Commandozeile raspi-config ein. Es öffnet sich ein Menü mit mehreren Punkten. Der Punkt der für uns interessant ist, steht direkt ganz weit oben. Und zwar Change User Password. Hier wirst du aufgefordert ein neues Passwort für deinen Benutzer pi zu vergeben. Nehme hier ein Passwort was  aus mindestens 6 Zeichen bestehen am besten keins was aus einem Wörterbuch kommt oder sonstige Informationen über dich erhält. Nachdem du dir ein gutes Passwort vergeben hast, ist der Benutzer pi ab sofort nicht mehr mit dem Standard raspberry verfügbar.

Benutzer neu Anlegen

Ist dir das Passwort wechseln des pi Accounts nicht genug, kannst du es für die Angreifer so richtig schwer machen, indem wir uns einen neuen Benutzernamen anlegen. Bevor wir den pi Benutzer aber deaktivieren erstellen wir vorerst einen neuen Root Account. Dazu gibst du folgendes in die Console ein:
sudo /usr/sbin/useradd –groups sudo -m technik-eder

Anstatt technik-eder kommt natürlich dein Benutzername. So was haben wir nun gemacht. Wir haben uns einen neuen Root Nutzer angelegt der auch ein neues Home Verzeichnis angelegt hat. Jetzt müssen wir dem neuen Benutzernamen ein Passwort vergeben. Dafür geben wir: sudo passwd euerBenutzerName . Nun werdet Ihr aufgefordert zweimal das gleiche Passwort einzugeben. Auch hier sei wieder gesagt, das du bitte mindestens 6 Zeichen verwendest.

So zu aller letzt setzen wir das Root Passwort von unserem System. Dies geht mit: sudo passwd root . 

Testen des neuen Benutzers

Nachdem wir alles Erfolgreich erledigt haben, kommen wir nun zum Testen bevor wir unseren Pi Nutzer deaktivieren. Dazu loggen wir uns erstmal aus und Verbinden uns nun mit unserem neuen Benutzernamen. Achtet drauf das Ihr diesmal falls Ihr über das Terminal arbeitet : ssh euerBenutzer@IPAdressePi aufruft. Über Putty genau das gleiche, falls Ihr dort eure Verbindung gespeichert habt. Sollte der Login erfolgreich sein, testen wir nun ob wir ein Root Befehl ausführen können. Ein Root Befehl ist zum Beispiel das Updaten des Debian Pakete.
Dazu tippen wir einmal apt-get upgrade in die Console ein. Führt er diesen Befehl aus, ist alles was wir vorher gemacht haben, korrekt gelaufen.

Abschalten des Pi Benutzers

Nun können wir endlich den Standard Benutzer Pi abschalten. Der Benutzer sollte aber definitiv nicht gelöscht werden. Dafür verwenden wir den Befehl: sudo passwd –lock pi . Falls doch bei irgendeiner Konfiguration was schiefgegangen ist, können wir jederzeit den alten Pi Benutzer aktivieren.

Ich hoffe das ich dir mit dieser Anleitung deinen Raspberry Pi sicherer machen konnte.

Raspberry Pi Grundinstallation

Raspberry PiSehr gut! Du hast dich dazu entschieden deine eigene Hausautomatisierung mittels Fhem aufzubauen. Dann wollen wir auch mal direkt mit der Installation unseres Raspberry Pi anfangen. Ich hoffe du hast dir alle Teile besorgt, falls nicht schaue hier noch einmal nach was du alles benötigst!

So als aller erstes besorgen wir uns das Raspberry Pi Image. Hier verwenden wir Raspbian(Download). Raspbian ist eine abgespeckte Version von dem Betriebssystem Debian. Welchen Download du verwendest ist dir überlassen. Möchtest du nur auf der Console arbeiten, reicht die normale Raspbian Version. Willst du lieber eine grafische Oberfläche dabei haben, dann lade dir das Raspberry Pi Desktop image herunter.

Ab hier gibt es zwei Möglichkeiten das gedownloadete Image auf die SD Karte zu bekommen. Normale MacOS sowie Linux Nutzer können das Image direkt über die Console auf die SD Karte kopieren. Windows User benötigen ein Programm dazu. Ich verwende hier das Win32 Disk Manager Tool. Dieses Tool ist in meinen Augen sehr einfach zu bedienen.

Installation unter Windows mit Win32 Disk Manager Tool

  1. Image Auswählen
  2. SD Karten Laufwerk auswählen
  3. Dann auf schreiben Klicken
  4. Fertig! Jetzt heißt es warten

Installation unter MacOS und Linux

  1. Öffnet das Terminal
  2. Dann tippt: diskutil list 
  3. Schaut welche Diskzahl eure SD Karte hat. Bsp. : disk3, nimmt nicht disk3s1 oder sowas!
  4. Dann unmountet eure SD Karte diskutil unmountDisk /dev/disk(eure SD Karte auswählen)
  5. Als nächstes dann sudo dd bs=1m if=image.img of=/dev/rdisk disk(eure Zahl) conv=sync
  6. Dann sudo dd bs=1m if=aktuellesDatumVonEuremImage-raspbian-stretch.img of=/dev/disk(eure Zahl) conv=sync
  7. Kann sein das Ihr eurer Root passwort eingeben müsst, da der Befehl mit sudo ausgeführt wird
  8. Danach heißt es warten. Leider sieht man keinen Fortschritt. Er ist dann fertig, wenn es eine neue Zeile in eurer Console gibt.

Nachdem das kopieren auf der SD Karte abgeschlossen ist, müssen wir nur noch zwei Dateien anlegen. Die beiden Dateien kommen jeweils ins /boot Verzeichnis. Sie sind dafür da, das wir mittels ssh auf unseren Raspberry Pi zugreifen können. Gleichzeitig können wir auch den Raspberry direkt in unser WLAN integrieren.

  • Eine leere Datei erzeugen die einfach ssh heißt. Diese könnt Ihr mit dem Editor einfach erstellen.
  • Wenn Ihr wollt das der Pi direkt ins Wlan soll dann erstellt eine Datei mit dem Namen wpa_supplicant.conf

Dort kopiert Ihr folgendes rein:

country=DE
ctrl_interface=DIR=/var/run/wpa_supplicant GROUP=netdev
update_config=1
network={
ssid=“WLAN NAME“
psk=“Passwort eures WLANs“

So nun SD Karte auswerfen lassen und anschließend in den Raspberry Pi stecken. Strom rein und booten lassen. Nach ca. 2 Minuten sollten euer Pi hochgefahren sein. Schaut nun bei euch im Router nach welche IP Adresse euer Pi hat. Am besten vergibt Ihr direkt eine statische IP Adresse, damit Ihr Fhem später ohne Probleme aufrufen könnt. Denn nach einer Gewissen Zeit kann es vorkommen, das euer Raspberry Pi eine neue IP Adresse erhält.

Jetzt habt ihr die Möglichkeit euch über euren Raspberry Pi per SSH zu verbinden.
Unter MacOS geht das per Befehl ssh pi@eureIP. Das Passwort lautet in der Grundkonfiguration raspberry.

Unter Windows benötigt ihr um eine SSH Verbindung aufzubauen Putty. Auch hier ist die Verbindung zum Pi sehr einfach. Unter Host Name gebt Ihr die IP Adresse vom Pi ein. Die lautet pi@eureIP, oder aber Ihr gibt als Hostname: raspberrypi ein. Auch das Passwort ist hier raspberry.

Nun ist euer Raspberry Pi Einsatzbereit. Als nächstes wollen wir den Raspberry Pi von seiner Grundkonfiguration trennen und Ihn um einiges sicher machen, nicht das sich einer von außen über dieses einfache Passwort Zugriff verschafft.